Das Schloss im Grünen © I.E. Fischer Carl Orff und die Carmina Burana, ein Blick in die Sonderausstellung im White Cube © S. Engel Museum und Forum Schloss Homburg in der Abenddämmerung © I.E. Fischer

Presse

Außergewöhnliches Talent früh bestätigt – Erfolgsautorin Melanie Raabe erhielt bereits 2015 den Kulturförderpreis des Oberbergischen Kreises

Dass die Wiehlerin Melanie Raabe Karriere als international renommierte Schriftstellerin machen würde, ahnten 2015 noch nicht Viele

Oberbergischer Kreis. Der Oberbergische Kreis zeichnete die junge Künstlerin vor zwei Jahren für ihren Debütroman „Die Falle“ mit dem 2. Platz des Kulturförderpreises aus – und mit diesem Psychothriller überzeugte die Autorin, Schauspielerin und Bloggerin Melanie Raabe auch über die Landesgrenzen hinweg: kein deutscher Roman ist in 2015 international erfolgreicher gewesen als ihr Psychothriller. Auch ihr zweiter Roman „Die Wahrheit“ weist großartige Verkaufszahlen auf. Melanie Raabe hat gerade ihren dritten Roman abgeschlossen, der in Kürze veröffentlich wird. 

Die Bestsellerautorin Melanie Raabe (Foto: Christian Faustus)
Die Bestsellerautorin Melanie Raabe (Foto: Christian Faustus)

Melanie Raabe ist in Wiehl aufgewachsen und engagierte sich unter anderem im Schauspielstudio Oberberg und bei Kurtzweyl. Die 36-Jährige lebt heute als renommierte Künstlerin in Köln – pendelt jedoch häufig zu ihrer Familie ins Oberbergische.
Im laufenden Bewerbungsverfahren um den Kulturförderpreis 2017 motiviert die prominente Schriftstellerin junge Künstlerinnen und Künstler im Oberbergischen Kreis teilzunehmen:

Frau Raabe, wie sind Sie 2015 auf den Kulturförderpreis des Oberbergischen Kreises aufmerksam geworden?

Tatsächlich war es die Stadt Wiehl, die mich auf die Möglichkeit hingewiesen hat, mich um den Preis zu bewerben.

Wer hat Sie motiviert, sich zu bewerben?

Man hat ja immer ein wenig Hemmungen, sich selbst um einen Preis oder um ein Stipendium zu bewerben. Dass mich Mitarbeiter der Stadt Wiehl angeschrieben haben, die fanden, dass ich auf jeden Fall eine Bewerbung einreichen sollte, hat mich da sehr ermutigt. Von alleine hätte ich das sicher nicht getan.

Mit welchen Erwartungen haben Sie sich beworben?

Zunächst einmal mit gar keinen. Zum einen gibt es viele tolle Künstler in Oberberg und zum anderen kann man schwer einschätzen, worauf eine Jury schaut. Meine Bewerbung war ein Schuss ins Blaue.

Wie haben Sie reagiert, als Sie erfahren haben, dass Sie den Kulturförderpreis des Oberbergischen Kreises erhalten?

Ich habe mich über alle Maßen gefreut – und erst einmal meinen Lebensgefährten und meine Eltern angerufen.

Frau Raabe, wofür haben Sie das Preisgeld (750 Euro) ausgegeben?

Für Bücher! (Immer eine gute Investition!)

Wie haben Sie die Atmosphäre bei der feierlichen Preisverleihung empfunden? (In der Neuen Orangerie im Museum und Forum Schloss Homburg)

Das war eine wunderbare Veranstaltung. Die Neue Orangerie ist ausgesprochen schön, alle Preisträger waren mit Freunden und Familie gekommen, um die Kultur in Oberberg zu feiern – ich denke immer noch sehr gerne daran zurück.

Melanie Raabe signierte nach der Verleihung des Kulturförderpreises durch Landrat Jochen Hagt ihren ausgezeichneten Debütroman "Die Falle". (Foto: OBK)
Melanie Raabe signierte nach der Verleihung des Kulturförderpreises durch Landrat Jochen Hagt ihren ausgezeichneten Debütroman "Die Falle". (Foto: OBK)

Als Autorin haben Sie 2011 Ihre erste Anerkennung bekommen. Mit Ihrer Kurzgeschichte „Die Zahnfee“ belegten Sie den 1. Platz des Deutschen-Kurzkrimi-Preises des Krimifestivals Tatort Eifel.
Welchen Stellenwert hat der Kulturförderpreis des Oberbergischen Kreises für Sie, bzw. für Ihre künstlerische Karriere?

Ermutigung ist immer wichtig, Würdigung ist immer schön – ganz gleich, an welchem Punkt in der eigenen künstlerischen Laufbahn man sich befindet. Für mich hat der Kulturförderpreis vor allem auch deswegen einen so hohen Stellenwert, weil es zwar schön ist, in aller Welt unterwegs zu sein, weil der Ort, aus dem man kommt, aber immer der prägendste bleiben wird. Und dort Anerkennung zu finden, ist natürlich super.

Frau Raabe, Sie haben eine enge Beziehung zum Oberbergischen Kreis – auch eine Voraussetzung, um sich für den Förderpreis bewerben zu können. Sehen Sie den Preis auch als eine Wertschätzung durch die Region, in der Sie aufgewachsen sind und begonnen haben künstlerisch tätig zu sein?

Ja, ganz klar. Ich habe in Wiehl Theater gespielt und meine ersten Zeilen geschrieben. Oberberg habe ich immer als kreative Brutstätte empfunden.

Mit der Auszeichnung durch den Kulturförderpreis sind Sie als Künstlerin in Ihrem Schaffen einmal mehr bestätigt worden. Der diesjährige Kulturförderpreis ist für alle Sparten ausgeschrieben, allerdings begrenzt auf die Altersgruppe der 18- 30-jährigen. Wie wichtig sind Auszeichnungen dieser Art zur Motivation gerade junger Künstlerinnen und Künstler?

Meiner Meinung nach ist frühe Ermutigung unheimlich wichtig. Es ist gerade anfangs oft schwer, durchzuhalten. Meiner Meinung nach ist es oftmals der Durchhaltewille, der die Spreu vom Weizen trennt. Auszeichnungen können ihn stärken. Und daher halte ich Nachwuchspreise für besonders wichtig und wirkungsvoll.

Was empfehlen Sie (jungen) Künstlerinnen und Künstlern im Oberbergischen, die Karriere machen möchten?

Dieser Rat wurde so oft wiederholt, dass er inzwischen wie ein Klischee klingt, aber es ist der einzige, den ich geben kann: Mach dein eigenes Ding, glaub an dich und lass dich von Rückschlägen nicht beeindrucken!

Herzlichen Dank!

Informationen zum diesjährigen Kulturförderpreis und zur Bewerbung erhalten Sie auf www.obk.de/kulturfoerderpreis