Dauerausstellung
Die Dauerausstellung des Museums setzt sowohl naturkundliche als auch kulturhistorische Schwerpunkte. So können sich Besucherinnen und Besucher ein Bild von der Tier- und Pflanzenwelt in der Region machen. Zugleich wird deutlich, welchen ökologischen Veränderungen diese in den letzten Jahrzehnten ausgesetzt ist. Besonders vielfältig ist die kulturgeschichtliche Sammlung: Sie zeigt gleichermaßen Aspekte der ländlichen Arbeit, der bürgerlichen Gesellschaft und des Feudalwesens sowie die politische und wirtschaftliche Geschichte des Oberbergischen Landes. Auf drei Stockwerke verteilt betont sie die barocke Architektur des Schlosses. Die Gestaltung der Ausstellungsflächen folgt einem Konzept der „inszenierten Räume“.
Dabei weist die untere Ebene eine Art „Werkstattcharakter“ auf. Hier werden vor allem Gerätschaften des täglichen Bedarfes präsentiert. Ein Stockwerk höher überwiegt das Thema Feudalwesen. Die Besucherinnen und Besucher erfahren, in welch engem Bezug das Schloss zur umgebenden Landschaft des Bergischen Landes stand und steht. Das zweite Obergeschoss hingegen gewährt Einblicke in das gesellschaftspolitische, soziale und wirtschaftliche Leben in der Zeit zwischen Ende des 18. Jahrhunderts und dem Beginn des ersten Weltkriegs. Sehr eindrucksvoll zeigt das Museum die Lebensbedingungen der Bevölkerung von der französischen Besatzung über die bürgerlichen Welten des Biedermeier bis zu den rasanten Umbrüchen der wilhelminischen Kaiserzeit. Neben Impressionen der Wohn- und Lebenswelten umfasst dies auch wichtige Dokumente der Landesgeschichte. In der Abteilung „Vom Leben und Überleben“ erfahren Besucherinnen und Besucher zudem alles über historische Arbeitsweisen des Handwerks im Bergischen Land: von der „Dröppelmina“ bis zu den bergischen Uhrmachern.
Hinzu kommen besondere Exponate zu Themen wie „Ritter und Rüstungen“ oder „Höfische Jagd im 17. und 18. Jahrhundert“. Die Brücke ins 19. Jahrhundert schlägt die Porträtmalerei der Treppenhausgalerie. Hier noch ein kleiner Tipp: Besuchen Sie auch die historische Burgküche mit ihrem mächtigen Rauchfang. Sie ist Abschluss und Höhepunkt für jeden Rundgang durch Schloss Homburg. Im Jahr 1973 trafen sich hier der frühere sowjetische Staatspräsident Leonid Breschnew und der damalige Bundeskanzler Willy Brandt anlässlich der Feierlichkeiten zur Unterzeichnung der Ostverträge. Sie tafelten in der Burgküche und ließen sich den oberbergischen Spießbraten schmecken.








