Das Projekt: Auf zur Moderne
Über das Museum hinaus entsteht auf Schloss Homburg ein multifunktionales Begegnungs- und Veranstaltungszentrum für Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft: das Forum. So wird die Strahlkraft des Schlosses erhöht und seine Bedeutung als Ausflugsziel und kulturelles Zentrum in der Region unterstrichen. Gestalt erhält das Forum in Form von zwei gläsernen Pavillons. Zudem wird das „Rote Haus“ erweitert und ein neues Betriebsgebäude errichtet.
Allein die baulichen Änderungen reichen jedoch nicht aus, um der Bedeutung des Schlosses als Teil der sinnlichen Wahrnehmung im Bergischen Land und Wahrzeichen des Homburger Ländchens gerecht zu werden. Wichtig ist es auch, Schloss und Landschaft als Einheit zu begreifen. Dazu werden teilweise zugewachsene Sichtachsen freigelegt und Schlossblicke geschaffen, der Schlosshof und der ehemalige Barockgarten (heute Garten-Plateau) werden neu gestaltet.
Beide waren exponierte Orte in der Historie des Schlosses. Mit der Neugestaltung erhalten sie „neues Leben“ – es entstehen spannende Aufenthalts- und Veranstaltungsorte zwischen alten Mauern und Terrassen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Besucherinnen und Besucher: Die „neuen Wege“ zum Schloss werden sowohl barrierefrei als auch bequem und gut ausgeleuchtet sein.
Pavillons
Architektonisch basiert die Erweiterung des Schlosses auf dem Konzept der „zwei Pavillons“. So entsteht an der Stelle der ehemaligen Orangerie – einer in den 1970er Jahren erbauten Ausstellungshalle, die bereits im Februar 2009 „abgebrochen“ wurde – das „Forum Schloss Homburg“, ein attraktiver Ort für Ausstellungen und Veranstaltungen. Über den ebenfalls neuen Eingangspavillon ist er mit dem Sayn‘schen Haus – dem Hauptgebäude des Schlosses – verbunden. Beide Pavillons zeichnen sich durch eine filigrane Gestaltung sowie Helligkeit und Transparenz aus.
Der neue Eingangspavillon macht das Schloss für Besucherinnen und Besucher noch attraktiver. Das lichte Gebäude aus Stahl und Glas beheimatet sowohl Kasse, Garderobe und den neuen Museumsshop als auch einen Infopoint für Besuchergruppen. Eine digitale Veranstaltungstafel verweist auf aktuelle Führungen und Events. Bei alledem schafft der Lounge-Charakter des Eingangspavillons eine Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt.
Der große Pavillon – auch Ausstellungs- und Veranstaltungspavillon – ist das eigentliche Forum. Er dient als Ort für kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte, Vorträge oder Lesungen, Tagungen sowie Sonderausstellungen. Eine Besonderheit ist der „White Cube“ – eine separate Ausstellungshalle, in der Sammlungen zu sehen sein werden, die die Dauerausstellung vervollständigen. Der Pavillon kann auch für externe Veranstaltungen gemietet werden.
Rotes Haus
Auch das unterhalb des Schlosses gelegene „Rote Haus“ wird erweitert. Geplant ist eine Verlängerung in Richtung Westen – ganz nach historischem Vorbild, war das Haus doch einmal Teil eines knapp dreimal so langen Gebäudekomplexes. Geschichtlich gesehen wurde das Gebäude als Zehntscheuer genutzt, heute ist es Sitz der Biologischen Station Oberberg. Hier werden in Zukunft ein neues Verpflegungsangebot sowie das „Landschaftshaus“ als Begegnungsstätte des Ende 2008 gegründeten Kulturlandschaftsverbandes Homburger Ländchen e.V. entstehen.
Betriebsgebäude
Das neu errichtete Betriebsgebäude beinhaltet neben museumstechnischen Räumen vor allem ein Depot für Gemälde, Werkstätten für Grafik und die Restaurierung von Möbeln sowie Büros und Sozialräume und einen Bauhof. Mit seinem Bau konnte der Raumnot in diesem Bereich ein Ende gesetzt werden.













