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Herrschergeschichte

Dauerhaft besiedelt ist das Oberbergische Land seit dem 7. Jahrhundert. Dabei wurde es zunächst von Grafen im Auftrag Karls des Großen verwaltet. Die Landschaften waren in Gaue aufgeteilt, das heutige Homburger Ländchen gehörte zum Auelgau. Hier waren vermutlich die aus der Gegend von Neuwied stammenden Grafen von Sayn (später Sayn-Wittgenstein) aktiv, sie errichteten im 13. Jahrhundert eine Höhenburg, die den Ursprung von Schloss Homburg bildet.

Große Bedeutung für die Region hatten auch die Grafen von Berg, die dem Bergischen Land ihren Namen gaben und Anfang des 13. Jahrhunderts einen ersten Höhepunkt ihrer Territorialmacht erreichten. Neue Bewegung in die bestehende Territoriallandschaft kam im 17. Jahrhundert. Im so genannten Siegburger Vergleich von 1604 einigten sich das Herzogtum Berg und die Herrschaft Sayn-Wittgenstein-Homburg auf eine Bereinigung der Grenzen, deren Ergebnis eine grundlegende Gebietsreform war. Es folgte die Zeit der selbstständigen Herrschaft Homburg, die von 1635 bis 1743 andauerte. In dieser wurde die mittelalterliche Burg, die zuvor über Jahrhunderte als Witwensitz genutzt oder von Verwaltern bewohnt worden war, zum Barockschloss ausgebaut.

Nach dem Ende der territorialen Unabhängigkeit wurden die oberbergischen Gebiete in das von Napoleon I. neu geschaffene Großherzogtum Berg eingegliedert. In Folge des Wiener Kongresses 1815 gehörten sie zum Königreich Preußen.

 

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Schwarzenberger Reichstaler, 1696
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