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Geschichte des Roten Hauses

Beim „Roten Haus“ handelt es sich um eine ehemalige Zehntscheuer. Darunter verstand man im Mittelalter ein Lagerhaus, indem der „Zehnt“, eine Steuer in Form von Naturalien, aufbewahrt wurde. In den Dörfern und Städten wurden dazu große Scheunen gebaut, die vielfach die größten Bauwerke nach der Kirche darstellten. Noch heute erinnert die alte Toreinfahrt am „Roten Haus“ an diese Funktion. Bei den archäologischen Grabungen im Jahr 2004 wurden hier auch Abwässerabläufe in den Mauern gefunden. Dies verweist auf die Haltung von Tieren in vergangenen Zeiten.

Die Errichtung des „Roten Hauses“ reicht vermutlich ins 17. Jahrhundert zurück. Der verputzte Bruchsteinbau ist mit einem Allianz-Wappen geschmückt. Derartige Wappen symbolisieren beispielsweise die Verbindung zweier Familiengeschlechter, in diesem Falle derer zu Sayn-Wittgenstein-Homburg und von Schoenburg-Mertola.
 

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Abguss eines Allianz-Wappens am Roten Haus - Sayn-Wittgenstein-Homburg und Schomberg-Mertola
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